intime Einblicke

privat 1

Immer wieder genieße ich es, keinerlei Musik zu hören. Wenn überhaupt nur instrumentale. Sie bräche mir an manchen Tagen einfach das Genick.

Ich habe seit ich denken kann Musik sehr konzentriert gehört: ein bestimmtes Album oder ein bestimmter Künstler oder zwei handvoll Lieder. Nicht nur über Tage, sondern über Wochen, manchmal auch Monate. Sie begleitet mich wie eine Freundin. Eine, die ihr Kleid nur dann und wann ändert, anpasst. Bis ich alle möglichen Details erkannt und verstanden habe.

Der Nachteil daran ist, daß ich bestimmte Lieder oder gar Künstler mit bestimmten Personen und Zeiten in Verbindung bringe, an die ich mich nur sehr ausgewählt erinnern mag und kann. Weil mir das Herz sonst zu schwer wird. Die Stimme des Künstlers ist die der Person geworden und berührt mich so tief. Wie es nur Musik schafft.

Keine Musik zu hören, befreit mich genauso wie Musik selbst. Mein Herz kommt zur Ruhe, heilt ein wenig mehr und kann einfach mal abschalten. Wenn ich Musik höre, höre ich so viel mehr als daß da nur was dudelt. Ich bekomme Lust, wieder selbst am Bass zu stehen. Ich will mir die Seele aus dem Leib spielen, im stickigen Proberaum oder auf der Bühne im heißen Scheinwerferlicht. Ich finde Gefallen an Gitrarrenriffs und bestimmten Schlagzeugwirbeln. Nicht zuletzt sauge ich jedes Wort, das gesungen wird, auf. Als Metapher und all seine möglichen Bedeutungen (für mich).

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