Allgemein · Schritte

Über die Kunst, einfach zu schreiben

immerhin ein wahnsinnig hochtrabend klingender Titel.
Der Masse geht es vermutlich ähnlich. Auch wenn das Schreiben ein inneres Bedürfnis ist und dementsprechend eigentlich befriedigt werden müsste wie unser Hungergefühl oder Appetit … und die Gedanken daran so wahnsinnig viel einnehmen – Situationen weiterspinnen, neue machen sich bemerkbar. Doch, uneigentlich – uneigentlich ist es Arbeit.
Vielleicht auch einfach eine Frage der Gewohnheit? Wenn ich über den nächsten Monat wieder täglich geschrieben habe (November lässt grüßen), dann geht es sicher relativ einfach so weiter. Beibehalten.

Lasse ich mich zu leicht von allem anderen ablenken? Hm, ablenken scheint mir da nicht ganz das passende Wort. Ich bin an vielem interessiert. Manchmal hätte ich gern mehr Köpfe (oder doch lieber gleich mehrere Ichs), sodaß ich mehreres wirklich gut zur gleichen Zeit machen kann.

Dennoch würde es mir sicherlich leichter fallen, mich dieser Herzensangelegenheit zu widmen, wenn ich nicht so viele andere Möglichkeiten um mich herum hätte.
Würde. Hätte. Könnte. Und da klopft die allseits beliebte Selbstdisziplin an die Tür.
Lehnt sich lässig an den Rahmen und grinst mich amüsiert an, während sie mir einen Vortrag hält, wie einfach es doch ist – wenn ich es denn so wirklich will! – dies und jenes außen vor zu lassen.
Gar nicht erst anfangen, die Serie zu gucken. Wenigstens nicht heute. Sondern erstmal zu schreiben.

So gern bewege ich mich in meinen Phantasiewelten. Schaue verträumt in die Gegend, eine Strähne meiner Haare um den Fingern wickelnd und die Szenen laufen vor meinem inneren Auge ab – völlig mühelos. Das zu Papier bringen… wobei, in den Rechner tippen. Und im Tippen bin ich so viel schneller als mit Stift. So schwer ist es also nicht.
Dennoch. Es ist Arbeit. Der erste Schritt ist immer Arbeit.
Und ich palabere und palabere über diesen ersten Schritt und freue mich, wenn ich irgendwann (bald! Bald… sicherlich) neben der Selbstdisziplin im Türrahmen stehe und grinsend sagen kann: Ja, warum hast du mir nicht gesagt, daß es so einfach sein kann?
Und sie kneift mir liebevoll in die Wange und schickt mich mit einem Kopfnicken zurück zum Schreiben.

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